~ The Way of R’n’R ~

NO FASHION

Rock ’n‘ Roll seit fast 30 Jahren – reine Handarbeit
Zwischen den beeindruckenden Ereignissen in Cafe Landgraf und Stadtwerkstatt – STUWE, KAPU und UNI Mensa ließen sich in den Jahren 1982/83 mehrere AHS-Oberstufen Schüler nicht mehr abbringen, ihr eigenes Ding auf die Beine zu stellen. Geprägt von den Sounds der 60iger und 70iger, die ihre älteren Geschwister vorgaben (Pink Floyd, Stones, Beatles, Slade, Nazareth, T.Rex,..), aber auch von den aktuell schneller werdenden Beats des blühenden Punks bzw. diverser „lokaler Bundesligisten“, wurde abseits von Fußballplätzen und Turnhallen jede freie Minute im Halbdunkel des muffigen Proberaums verbracht.

1983. Manfred Klahre (drs., voc.), Christoph Koller (git., voc.), Peter „MoaLi“ Mayer (voc.), Gerald Sammer (git.), Peter „Sunny“ Sonnleitner (bass, voc.) begannen 1983 unter dem Namen The Fashion ihr klares Bekenntnis zu lauter Gitarrenmusik zu meist deutschem (später englischem) Sprechgesang abzulegen. „Good Old Rock’n’Roll“ war ausgeklungen, Hardrock, Punk, New Wave & NDW waren zu dieser Zeit am Höhepunkt. Die Stahlstadt dampfte.

Rasch wurde die Live-Atmosphäre der Linzer Kultstätten (don’t forget E-Schmid!) dem Probekeller der Perfektionisten vorgezogen. – Legendär: „School’s Out im Landgraf oder 1. LinzFest-Open-Air an der Eisenbahnbrücke 1983. In der Folge wurden österreichweit die Bühnen zahlreicher Kultur- u. Friedensinitiativen bespielt. (u.a. für ein Linzer Rockhaus). Supports (inter)nationaler Acts folgten: 10 Years After, The Troggs, Nazareth, Uriah Heep, Status Quo, Wilfried, Hansi Lang, Drahdiwaberl, Minisex, Tom Pettings Herzattacken, Willi Warma, Miss Mollies Favourits, Austria Knochenschau,..

Ab 1985 prägt Karl Baresch durch sein Gitarrespiel unverkennbar die Entwicklung zum R’n’R. Gemeinsam mit Franz Ferdinand, der in jenen Monaten das Bass-Ruder übernimmt entsteht eine verwurzelte musikalische Schaffensperiode von Eigenkompositionen und ausgesuchten B-Side Coverversionen. Um 1988/89 verstärkt Alex Jöchtl mit seinem markanten Gitarrensound die Band. Alex Jöchtl prägt deutlich die MC-Produktion „a dirty love-affair“.

1990iger. NO FASHION live österreichweit und im angrenzenden Ausland: „1,2,3,4 ROCKNROOOL!!“. „Hart, schnörkellos – ungeschminkt“ beschreibt es ein Zeitungsartikel zu dieser Zeit.

Fotos by Udo Danielzyk

Es war der Antrieb der Live-Atmosphäre – laut, improvisiert, wahrhaftig, meist mit dem Publikum eins werdend – Schweiß & Bier, der über die Jahre zu einer Vielzahl von Gigs führte. Openair’s: Stadtfeste (Steyr, Graz, Waidhofen, Gmunden) Wiener Donauinselfest, Linzer Hauptplatz; Bikertreffen der „MSC Motorratten“ (Haid/Königswiesen) mit über 8.000 Besuchern, div. supports ClubGigs: Metropol, Szene Wien, Rockhaus, Heimspiele Posthof Linz, München, Ottensheimer Rocknächte. Mehrere Konzertfolgen bzw. Tourneen wurden gespielt: Spring Tour ’91“, „2nd Live!“ Tour ’92, „Rough-Plugged“ Tour ’94 Mit Schlagzeuger Klaus Brandstätter erschien 1994 die CD „Straight Ahead To Rock’n’Roll“ (CCP), auf der sich überwiegend Eigenkompositionen finden. In jener Zeit vor Einführung des Programmradios schaffte dieses Werk vom damaligen Ö3 in Airplay als Local-Act gesendet zu werden.
„NO FASHION – die aufregende Auseinandersetzung mit Glitter, der stampfenden Welt der 60 u. 70iger; Glockenhosen und Plateau-Schuhe – R’n’R pur, gerade und rau“ lautete ein Zeitungsartikel von damals. „Unverkennbarer Sound der 70iger, ausgelassene Stimmung zur überzeugenden Bühnenshow der Band“ hieß es andernorts.

Fotos by Felix Nöbauer

1996. Am Rande eines Supports für Status Quo kam es 1996 zu den ersten musikalischen Kontakten zur Linzer Gitarren-Legende Fips Danner (55), zuvor Fenders. Robert Hofinger nahm den Schlagzeugsessel ein. Das gemeinsame Bekenntnis zu den Wurzeln des R’n’R und die anhaltende Begeisterung am Live-Spiel führten rasch zu einem hörbaren Ergebnis, das mehrere Generationen bei stets überfüllten Auftritten vereinen konnte. – Ein Programm aus 60/70er Cover-Versionen von den Kinks, Chuck Berry, Rolling Stones, CCR u.a. begeisterte ab dem Beginn jeder Show. Der 5-Uhr-Tee im Linzer Stadtbräu JOSEf wurde nach Mitte der 90iger zum Ort fulminanter Heimspiele.

Millennium: Als Dokumentation dieser unvergesslichen Live-Stimmung wurde am 6.12.1998 die 3. CD unter dem Titel „Cover Me!“ live aufgenommen. – Dieser aufgezeichnete Auftritt war der Auftakt der knapp 2 Jahre dauernden Konzertserie „Tour Millennium 99/00“ mit mehr als 80 Auftritten und unzähligen Episoden: Kössen, Krems, Zwettl/Nö, Schönau/ Mkr., Grundlsee, Twistringen (D), Malta… – von hier weg: Herzlichen Gruß an alle BikerInnen & HD-Cruizzzer’s, die wir persönlich kennenlernen und oftmals wieder treffen durften !!

Am 6.4.2003 wurde im Zuge eines Abschiedskonzerts eine vorläufige Schaffenspause für NO FASHION festgelegt. Der Lauf des Lebens ließ dieses Datum zu einem endgültigen für einen Auftritt in dieser Besetzung werden. Mr. Rock’n’Roll Senior Fips Danner verstarb am 27.10.2007 im Alter von 64 Jahren.

„time passes by“. Nach Monaten der Distanz ist im Spätsommer 2008 dem verwurzelten Stamm des R’n’R ein neuer Trieb entsprungen: vereint um Danner’s Sohn Bertl „Fips jun.“ (git., voc.) haben NO FASHION mit Karl Baresch (git., voc.), Thomas Lidauer (drs.), Peter MoaLi Mayer (voc., perc.) und Franz Ferdinand (bass, voc.) das Erbe angenommen.

Said what’s to say,
Say what’s to say.
Justice and Peace To Everyone!
(If You’ll Try You’ll Find)
The Way Of R’n’RGod bless you!

 

26. Okt. 2008 Josef-Stadtbräu Linz. Erinnerungskonzert anlässlich des ersten Todestages von Fips Danner. – Ein fulminantes Wiedersehen: „Thanks to all our true friends of good old R’n’R. Have mercy for that night. „
 
 

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